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Menschlichkeit und Professionalität im Beruf

Was professionelle Haltung bedeutet

Professionelle Haltung bedeutet: Du darfst Mensch sein, du darfst Gefühle haben und du darfst auch einmal einen schlechten Tag haben. Gleichzeitig übernimmst du Verantwortung dafür, wie du dich in deiner beruflichen Rolle verhältst, was du kommunizierst und welche Wirkung dein Verhalten auf andere hat. Du entscheidest mit, welche Energie du in den Arbeitsplatz hineinbringst.

Private und berufliche Rolle unterscheiden

Professionelle Haltung in der Arbeit/ Beruf ist begleitet von unterschiedliche Rollen, die du einnimmst.

Zwei Rollen mit unterschiedlichen Ausprägungen sind deine private und deine berufliche Rolle.

Private Rolle:
Freund:in, Mutter, Vater, Tochter, Sohn, Nachbar:in,…

Berufliche Rolle:
Mitarbeitende, Kolleg:in, Angestellt:er, Leitung, …

In der beruflichen Rolle ist Professionalität mitzubringen und anders zu agieren als in der privaten Rolle. Die Ausführung beider Rollen kann ähnlich sein, müssen sie aber nicht.

Verantwortung für die eigene Wirkung übernehmen

Die Bedeutung und die Anforderungen deiner professionellen beruflichen Rolle zeigen sich auch darin, was dein Verhalten bei Kund:innen, Kindern (im pädagogischen Bereich) und Kolleg:innen auslöst. Es ist wichtig, dass du dir bewusst bist, was im beruflichen Umfeld von dir erwartet wird und welche persönlichen Befindlichkeiten und eigenen Emotionen im Job, insbesondere in der Kommunikation, keinen Platz haben.

Achte auf deine Kolleginnen, die Kinder (im pädagogischen Bereich) und Kundinnen. Lass deine privaten Befindlichkeiten so gut wie möglich vor der Türe. Persönliche Themen gehören nicht ständig in die berufliche Kommunikation, da sich diese Energien auf andere übertragen. Das kann zu schlechter Stimmung und Unzufriedenheit im Team führen.

Gefühle dürfen da sein, aber sollen professionell begleitet werden - Persönliche Befindlichkeiten bewusst steuern

Es bedeutet nicht, dass du als Mensch deine Gefühle oder deine Persönlichkeit an der Eingangstüre abgeben musst. Dir darf es schlecht gehen, du darfst müde sein, Sorgen haben oder einen schwierigen Tag erleben. Professionelle Haltung bedeutet vielmehr, dass du Verantwortung dafür übernimmst, wie du damit in deiner beruflichen Rolle umgehst und was du davon auf andere überträgst. Gefühle und Befindlichkeiten dürfen da sein, sie sollen aber nicht unreflektiert bei Kolleg:innen, Kund:innen oder Kindern abgeladen werden.

Du selbst als Mitarbeitende bist dafür verantwortlich, auch gut für dich selbst zu sorgen, deinen Energietank zu füllen. Die Arbeit kann eine Säule zum Energietanken sein, einen Beitrag dazu leisten und dennoch sorge dafür dass du auch ausserhalb des Arbeitsplatzes Säulen zum Auftanken hast.

Selbstfürsorge bedeutet deshalb nicht nur, in der Arbeit durchzuhalten. Es bedeutet auch, wahrzunehmen, was du selbst brauchst, deine eigenen Grenzen ernst zu nehmen und dir ausserhalb der Arbeit Möglichkeiten zu schaffen, wieder Energie und Ressourcen aufzubauen.

Nämlich für die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen, die sich in weiterer Folge positiv auf die Kinder und Kund:innen und allen Menschen auswirkt, denen du begegnest. In die Arbeit gehst du so und so, warum nicht mit einer positiven Grundhaltung/ Einstellung. 

Die Bedeutung einer positiven Grundhaltung - Der Tag beginnt mit einer bewussten Entscheidung

Es kann mir „schlecht“ gehen, aber das muss ich nicht in der Arbeit, in der Früh sofort bei der Tür hereintragen.

Für ein gutes Wohlbefinden den Tag in der Arbeit mit einem netten Guten Morgen/ Lächeln starten und danach kannst du immer noch erzählen, dass dein Tag heute nicht gut gestartet ist, du müde bist, es Probleme gibt.
Nicht die anderen sollen gleich beim hereinkommen deine schlechte Laune spüren, sondern komm zuerst mit einer netten Geste.

Du musst dabei auch nicht so tun, als wäre alles gut. Wenn du einen schlechten Tag hast, kannst du das zu einem passenden Zeitpunkt und in einem passenden Rahmen ansprechen. Der Unterschied liegt darin, ob du deine Stimmung einfach in den Raum stellst und andere damit belastest oder ob du bewusst und verantwortungsvoll damit umgehst.

Es ist schön, wenn der Arbeitsplatz dein zweites zuhause ist, aber verhalte dich wie an einem Arbeitsplatz (erwartet und gewünscht ist – Regeln, Grenzen, Erwartungen,…) und nicht wie zuhause.

Gerade weil man viel Zeit miteinander verbringt und sich am Arbeitsplatz wohlfühlen soll, können sich Arbeit und Zuhause manchmal ähnlich anfühlen. Trotzdem bleiben es unterschiedliche Räume mit unterschiedlichen Erwartungen. Professionalität bedeutet, diese Grenzen zu kennen und zu respektieren. 

Individualität und Professionalität im Gleichgewicht

Individualität ist gut und wichtig, solange es nicht die Arbeit und Zusammenarbeit mit anderen Menschen und Prozesse beeinträchtigt.

Du darfst also du selbst sein. Professionalität bedeutet nicht, dass alle gleich sein müssen oder ihre Persönlichkeit verstecken sollen. Individualität, Persönlichkeit und unterschiedliche Sichtweisen sind wertvoll. Die Grenze liegt dort, wo das eigene Verhalten die Zusammenarbeit, die Menschen, für die wir arbeiten, oder notwendige Arbeitsabläufe beeinträchtigt.

Gute Stimmung ist ansteckend, schlechte auch. Gute Stimmung hebt das Energielevel und ist das Energielevel höher sind mehr Ressourcen für die Herausforderungen des Tages vorhanden.

Auf Dauer gelingt vieles dadurch besser. Vor allem im Umgang mit den Mitmenschen, der Ausführung deiner Arbeit und der Bewältigung von Herausforderungen.

Jeder Beitrag zählt: Gemeinsam ein gutes Arbeitsklima gestalten

Es geht nicht darum, jeden Tag gut gelaunt sein zu müssen. Es geht um eine positive Grundhaltung und darum, welchen Beitrag jede und jeder Einzelne zu einem guten Arbeitsklima leisten kann. Schon kleine Gesten, ein freundliches Guten Morgen, ein Lächeln, ein wertschätzender Umgang  können einen Unterschied machen. 

Alles Liebe Elisabeth

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